Shopware 5 End-of-Life: Was Shop-Betreiber jetzt wissen müssen
Shopware 5 ist abgekündigt. Was End-of-Life konkret bedeutet, welche Risiken bleiben und wie ein realistischer Migrationspfad nach Shopware 6 aussieht.
Weiterlesenvon Wolfscastle, Team
Phasen, Aufwände, typische Stolperfallen und warum „so lange wie möglich warten" am Ende fast immer teurer wird.
Shopware 5 und Shopware 6 teilen denselben Namen, aber technisch sind es zwei unterschiedliche Systeme. Shopware 6 ist auf Symfony 6 aufgesetzt, nutzt eine andere Plugin-Architektur, ein anderes Template-System (Twig statt Smarty), eine andere Storefront-Generation und ein anderes Datenmodell mit konsequenterer API-Orientierung. Eine Migration ist deshalb selten ein „Datenexport + Datenimport", sondern eine Neuimplementierung mit Datenübernahme.
Das klingt einschüchternd. In der Praxis ist es absolut beherrschbar – wenn man es als Projekt mit Anfang, Mitte und Ende plant und nicht als Dauerbaustelle.
Bestandsaufnahme dessen, was in Ihrem aktuellen Shopware-5-Shop tatsächlich läuft – nicht dessen, was laut Dokumentation laufen sollte.
Ergebnis: eine ehrliche Liste, was 1:1 übertragbar ist, was ersetzt werden muss und was vielleicht endlich abgeschaltet gehört.
Aus dem Audit entsteht ein verbindlicher Plan. Reihenfolge, Aufwand, Startdatum, Festpreis. Das Datum ist nicht „wir starten irgendwann", sondern „wir starten am soundsovielten" – nach unserer Kapazität, nicht nach Ihrem Wunschdenken.
Parallel zum laufenden Shopware-5-Shop wird Shopware 6 sauber aufgesetzt. Das umfasst:
Die Datenmigration läuft idealerweise mehrfach im Probebetrieb, bevor die finale Übernahme ansteht. So lassen sich Inkonsistenzen früh erkennen.
Der Wechsel selbst – DNS, finaler Datenabgleich, Reverse-Proxy-Umschaltung, Cache-Aufbau. Wartungsfenster bewusst außerhalb der Hauptumsatzzeit, mit Rollback-Plan in der Schublade.
Direkt nach Go-Live geht der Shop in die monatliche Betreuung über – Monitoring, Patches, Performance-Tuning, Reports. Keine Zwischenphase, in der niemand sich kümmert.
Für einen mittelgroßen Shop (sagen wir: 5.000 Produkte, 10.000 Kunden, moderates Customizing, 15 Plugins) ist eine Gesamtprojektdauer von 10–14 Wochen vom Audit bis zum Go-Live realistisch. Kosten variieren je nach Customizing stark und sollten immer als Festpreis nach dem Audit fixiert werden – pauschale Hausnummern vorab führen verlässlich zu späteren Konflikten.
Für sehr kleine Shops kann das schneller gehen, für hoch individualisierte Enterprise-Setups deutlich länger. Wer Ihnen ohne Audit einen Festpreis nennt, schätzt aus dem Bauchgefühl und wird das während des Projekts korrigieren wollen.
Die offene Rechnung beim Aufschieben:
Es gibt selten den perfekten Zeitpunkt für eine Migration. Es gibt aber definitiv einen schlechtesten: der Moment, in dem es nicht mehr freiwillig ist.
Wenn Sie wissen wollen, wie Ihre Migration konkret aussehen könnte, vereinbaren Sie ein Audit-Gespräch. Wir liefern eine ehrliche Einschätzung – auch wenn die Antwort manchmal lautet: „Sie haben noch 12 Monate, lassen Sie sich Zeit."
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